Das Herz eines Boxers


Das Herz eines Boxers

Jugendstück von Lutz Hübner

(ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis)

 

in wechselnder Besetzung

Julian Häuser, Daniel Zimpel (Jojo),

Gernot Ostermann (Leo)

 

Regie: Gernot Ostermann, Nikol Putz



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theater spielzeit zeigt mit "Das Herz eines Boxers" eine Inszenierung, die mit Sympathie, Witz und Ironie die Themen Identitätssuche, Generationendialog, gewaltfreie Konfliktlösung und gegenseitige Wertschätzung aufgreift.

 


 

Jojo ein sympathisches Großmaul mit Witz, das Anerkennung sucht.


Leo ein alternder Preisboxer, der nach Frankreich will.


Zwei Außenseiter, zwei Generationen, zwei Lebenskonzepte.


Im Altenheim treffen sie aufeinander.


Eine verrückte Freundschaft beginnt, die ihr Leben völlig verändert.


Jojo ist ein echter 'Loser': Er hat für den Boss seiner Clique eine Bewährungsstrafe wegen Mofa-Diebstahls übernommen und wird zum Dank von allen als Idiot beschimpft. Auch sonst sieht es trübe für ihn aus: keine Lehrstelle, keine Freundin, keine Hoffnung. Und jetzt muss er im Altenheim Sozialarbeitsstunden ableisten und Wände anstreichen. Jojo trifft auf Leo, einen alten, ehemaligen Preisboxer,

der stumpfsinnig herum sitzt und "die Zähne nicht auseinander kriegt."

Beide hat das Leben in eine Ecke gedrängt. Zuerst stehen sie sich noch feindselig gegenüber, wie im Ring: Der eine Außenseiter in seiner Clique, der andere abgeschoben in die "Geschlossene" des Altenheims.

Doch schon bald findet Jojo in Leo einen Freund mit dem großen Herzen eines Boxers, der ihm hilft sein Leben auf die Reihe zu kriegen. In einer turbulenten Handlung kämpfen die anfänglichen Kontrahenten bald gemeinsam für die Verwirklichung ihrer Wünsche und Sehnsüchte und gestalten ihr Leben neu.

 

JOJO:   "Schönen Tag, die Knackibrigade Schöner Wohnen soll aus der Butze hier wieder eine menschliche Behausung machen. Glückwunsch, dass es ausgerechnet dich erwischt hat, lass die Korken knallen, die nächste Kolonne kommt frühestens in hundert Jahren, und wer weiß, ob wir das noch erleben, was? (Er stellt die Sachen ab) Also, die nächsten Tage geht hier die Post ab. Da hilft nur eins, Ruhe bewahren, keine Panik, die Pantoffeln und die Strickweste bleiben sauber.

Du wirst gleich hübsch in Folie verpackt, ich hab sogar durchsichtige mitgebracht, damit du mir fasziniert beim Streichen zusehen kannst. Kommt ja schließlich nicht alle Tage vor, dass hier im Heim einer arbeitet, was? Obwohl Strohsterne basteln und Tinnef macht ja sicher auch ne Schweinearbeit, vor allem wenn die Finger nicht mehr so richtig mitwollen, was?"

 

Nach einer Weile beginnt Leo doch zu reden und Jojo kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine verrückte Freundschaft beginnt, die das Leben der beiden völlig verändert.

 

LEO:   "Was sollte ich denn tun. Ich hatte keinen Job, kein Geld, was hätte ich denn machen sollen, von irgendwas musste ich ja leben. Ich hab  geboxt in Berlin, damals haben alle geboxt... dann haben mich die Nazis rausgeschmissen, weil ich halt auch sonst der rote Leo war. Dann bin ich nach Spanien, hab da geboxt, ach... ich war Soldat, Matrose, Leibwächter und soweit... Später bin ich zum Zirkus, hab wieder geboxt. Das ist kein leichtes Leben, wenn man ein friedlicher Mensch ist."


Alter:  ab 11 Jahre

Dauer:  ca. 80 min

Aufführungen:  mehrere Aufführungen pro Tag möglich

Anforderung:  Platz für Bühnenaufbau (Kulisse)

ca. BxT 8m x 4m, Höhe 3m, Stromanschluss ideal 2 x 16A

Preise:  auf Anfrage (abhängig von Zuschauerzahl und Spielort)

Kontakt:   Gernot Ostermaninfo@theater-spielzeit,  Tel.:  0176-24112344



Das Herz eines Boxers

Vita Lutz Hübner

Lutz Hübner wurde 1964 in Heilbronn geboren. Nach einem Studium der Germanistik, Philosophie und Soziologie in Münster begann er

1986 seine Ausbildung zum Schauspieler an der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater in Saarbrücken - Engagements u.a. am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken und dem Badischen Staatstheater Karlsruhe.

Von 1990 bis 1996 arbeitete Hübner als Schauspieler und Regisseur am Rheinischen Landestheater Neuss und dem Theater der Landeshauptstadt Magdeburg. Seit 1996 ist er freiberuflicher Schriftsteller und Regisseur in Berlin, wo er mit Frau und Kind lebt.

Lutz Hübner, bekannt für sein umfangreiches und vielfältiges Stückerepertoire, wurde 1998 für HERZ EINES BOXERS mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet. 2005 wurde sein Stück HOTEL PARAISO zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Stücke wie GRETCHEN 89 ff., EHRENSACHE, BLÜTENTRÄUME oder FRAU MÜLLER MUSS WEG machen Lutz Hübner seit Ende der Neunziger Jahre zu einem der meistgespielten Gegenwartsdramatiker auf deutschen Bühnen. 2008 erhielt Hübner die Honorable Mention der ASSITEJ International. Im Jahre 2009 wurde die Inszenierung seines Stückes GEISTERFAHRER durch das Staatstheater Hannover, im Jahre 2011 die Inszenierung seines Stückes DIE FIRMA DANKT durch das Staatsschauspiel Dresden zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Der Autorenpreis der ASSITEJ wurde Lutz Hübner in 2011 verliehen. Seine Stücke sind in über ein Dutzend Sprachen übersetzt worden und werden auf der ganzen Welt gespielt. Die meisten Stücke entstehen in Zusammenarbeit mit Sarah Nemitz.

 

Aufführungsrechte bei Hartmann & Stauffacher GmbH Verlag für Bühne, Film, Funk und Fernsehen Köln